Als vor vielen Monaten die Ehrenwerte Krill'sche Buchflottille ihren Heimathafen verließ, war das Wetter sonnig, die Gemüter heiter und der Schaumwein gerade richtig.

Dann brach der Winter über das Land herein, schwere Wolken bedeckten den Himmel, die Temperatur fiel und unsere Sorge stieg: Von den Reisebüchern fehlte jede Nachricht. Und trotz unseres festen Vertrauens in ihre Ausstattung begann die Ungewissheit an uns zu nagen wie eine hungrige Ratte an mürbem Schiffszwieback. Sollten wir eine zweite Flotte ausrüsten, um die Mitglieder des ersten Verbandes zu suchen? Wir zögerten, weil uns immer noch der Schrecken von 1928 in den Gliedern saß, als Roald Amundsen aufgebrochen war, seinen Freund und Kollegen Umberto Nobile aus dem Eis zu retten, der dort mit seinem Luftschiff »Italia« gestrandet war. Beide Männer kehrten nie wieder.

Nach weiteren Wochen bangen Wartens waren wir entschlossen, erste Schritte für eine Rettungsexpedition zu unternehmen, als uns schließlich ersehnte Kunde von unseren tapferen Reisebüchern erreichte!

Tausende Meilen haben sie zu Wasser, zu Lande und in der Luft zurückgelegt und schicken uns nun erste Bilder aus Berlin, Singapur, Hamburg, Oslo, Banff und Ljubljana. Diese sind – nebst Tipps für den Reisealltag oder der aktuellen Bestandnahme unseres Quartiermeisters – zu finden im neu aufgeräumten Logbuch der Ehrenwerten Krill'schen Buchflottille.


Dienstfertig das Morsegerät entstaubend,

Virgil Guggenberger & Wolfgang Gosch,
Edition Krill.


P.S. Jede Geschichte beginnt mit dem ersten Satz.

So auch unsere – da wir wiederum die Abwechslung lieben, schmücken gleich mehrere erste Sätze unsere Einstiegsseite. Allesamt angelehnt an großartige erste Sätze uns verortender Literatur. Diesmal: Moby Dick von Herman Melville. Im Original lautet es dort: »Nennt mich Ismael.«