Bemerkenswertes.  
 

27. November 2009 — Krill sind zwei.

Zwei auf einen Streich: Das zweite Verlagsjahr und die Neuerscheinung
»Taubenbriefe von Stummen an anderer Vögel Küken« – besprochen,
belesen und befeiert im Kaffeehaus Urania in Wien.


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(Ingeniöse Autorität hinter der fototechnischen Apparatur war auch diesmal wieder Christian Berghammer. Lieben Dank dafür!)



 

 

21. Oktober 2009 — Wie aus dem Ei gepellt.

Wolfgang Teresa Virgil

Als diese Aufnahmen entstanden sind, haben sich die drei noch nicht gekannt. Wie fein indes der Umstand, dass sie Jahre später zusammenfinden, um einen gänzlich anderen Schwarm kauziger Vögel auf die Menschheit loszulassen: Die »Taubenbriefe von Stummen an anderer Vögel Küken« sind erschienen!


 

 
 

20. Mai 2009 — Unterwegs!

Unter Bachkiesel blicken, Wurzelstöcke beiseite wälzen, mit trockenem Blattwerk zündeln, Grabungen vornehmen und Vögel beobachten. Oder Berichte besehen, dabei Ideen auf die Spur kommen, Ansichten nachvollziehen, Vorstellungen anzweifeln und Behauptungen prüfen — es gibt mancherlei Möglichkeiten, seiner Wissbegier Nahrung zuzuführen.
Und am besten alle zugleich: Deshalb betreiben wir seit kurzem die Ehrenwerte Krill'sche Buchflottille. Deren zwölf »Reisebücher« laufen Destinationen in aller Welt an und tragen dafür Sorge, dass unsere Gelüste befriedigt werden.
 
 
 



 

 

14. November 2008 — Krill ist eins.

Der erste Geburtstag, freudig begangen im »Aromat« zu Wien.


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(Trotzdem er nicht müßig wurde, kundig Blick und Objektiv auf Gelegenheiten zu richten, gelang es Christian B. auch noch, sich – linker Hand in diesem Bild – fröhlich selbst in Szene zu setzen. Lob und Dank dafür!)


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25. Juni 2008 — Anlässlich.

Was man oben hineintun muss
  • 3 × 3,3 Liter Inzersdorfer Kesselgulasch
  • 3 große Gläser Rote Rüben, eingelegt
  • 3 kg Weißkraut, geschnitten und verschweißt
  • 1 kg Zwiebel, geschnitten und verschweißt
  • ¼ kg Dill, am Strauch
  • ¼ kg Schnittlauch, im Bund
  • allfälliges anderes Gewürz undokumentierter Art und Menge, aus Hausbestand
  • 15 Fladenbrote weiß, mit Koriandereinschlüssen
  • 100 Stück tiefgezogene Kunststoffschälchen mit Greifohren; preisgünstig, nutzorientiert und gefällig für das Auge
  • 100 Stück oberflächenstrukturierte Servietten, weiß
  • 100 Stück kunstvoll gearbeitete Plastiklöffel
  • 10 Stück in Form gepresste Suppenwürfel
  • 15 Liter Hochquellwasser aus dem Schneeberg-/​Rax'schen Wasserschutzgebiet (auch Heimat der heimischen Bachforelle)
  • 1 kg einzeln aus Nudelkörper über Dampf gebogene und luftgetrocknete Buchstaben
ferner
  • 50 Euro Kaution, um den Austragungsort dingfest zu machen
  • 1 Mikrofon
  • etwas Elektrizität
und nicht zuletzt
  • zwei ins Werk gesetzte Scharmützel in Form von Verlag und Buch und endlich den Wunsch, dies zu feiern.

Was unten dabei herauskommt
  • eine erkleckliche Menge geneigter Menschen beiderlei Geschlechts; entzückend die einen, bezaubernd die andren
  • eine an sich selbst gemahnende Nervositätswallung und die dazugehörige Rede
  • ein unkompliziert bemühter Besitzer, reich an wenigen Sinnsprüchen und williger Diener seiner Launen
  • eine herzliche Besitzersfrau, warm im Gespräch und fürsorglich in der Bewirtung
  • 1 Überraschungsband
  • 1 Disc-Jockey, CD-gewaltig in der Essenz aus 100 Jahren Musikgeschichte
  • 328 Fotos, ungeniert mit allerhand Gerät geschossen
  • 21 verkaufte Bücher
  • 17 verkaufte Anstecker unterschiedlicher Machart, allesamt manuell maschinengestützt gefertigt
  • 2 werdende Mütter, dazugehörig bis zu 3 besorgte Väter
  • 7 Fürsorgeberechtigte und 31 mit Recht Fürsorgende
  • 14 Onkels und Tanten
  • 22 Brüder und Schwestern
  • 93 Söhne und Töchter
und alles in allem
  • 4308 gezählte Einheiten Wohlbefinden, 1209 davon frohgemut, die übrigen feierlich euphorisch.
Verlassen der Lokalität: 6:35 Uhr.



 


 
 
 
7. November 2007 — Edition Krill hat das Trockendock verlassen! Wir feiern den Stapellauf mit kräftigem Grog und spinnen erstes Seemannsgarn...

... ein räuspern: auf zu karstigen ufern!
weiland ismael zu ehr und freud, versammelt in destillierter runde.
auch da, und immer noch beim ersten satz, machen wir uns keine große soße, rappeln das munter runter.

and if you say run ... run!
and if you say hide ...
let's dance!

wobei die sorge plagt, dass freund ismael – im gegensatze zu queequeg (nachprüfen!), der einem morgendlichen grog (ebenso nachprüfenswert) nicht abgeneigt – demselbigen vielleicht sogar kritisch gegenüberstand! überleben ist nur den nüchternen möglich, und ein raumgreifendes morgen nur dem trunknen hold.

dies als erster anker.

das mit freund ismael allerdings gilt es noch zu glätten, dem als überlebend geschriebenen noch einen tröstlichen trester hinten nachzugießen – in diesem sinne freund wo: zum allerwohligsten!
zum allerwohligsten, freund virgil! auf dass sich nacht und klabautermann aufraffen und sich in der kombüse einfinden, zwecks gemeinsamer abhandlung anstehender aufgaben, und fröhlich alliterierend alldieweil.
fein schotte!
und schotten dicht! ja –: wer fiert, verliert.
ein aufjuchzen: krill, da prusten sie!
holla, hölle! ein gefälliger einfall (und ungleich fern dem, der da nichtsnutz in der ecke hockt.)
denselbigen forsch an den froschohren heranziehend sage ich so: nichts nutz nur der, der nichts nutz! dieser wiederum (der grünlich hüpfende) erzählt uns einen witz: kommt ein pferd in eine bar. bestellt einen doppelten. dazu der barmann: na, warum so ein langes gesicht?
kenn ich! kenn ich! darauf das pferd: keine ahnung. aber mir deucht, wir waren gestern schon zugegen und wissen nicht um sitten und hausbrauch. (gluckst beschwingt wiehernd in sich hinein.)
nun möge also jemand den nichtsnutz einen solchen heißen! ich aber sage: wer ohne leck, der werfe die erste makrele!
oh hoho! (sie kudern?) kudern. kennst du das wort? er sie es kudert, wir kuderten... und: ruderten!

freilich regt sich der wunsch, dass aus dem krille ein gewaltiges, krosses krustentier werden möge, dem wale an gewicht und aussage paroli bietend. wäre es nicht eine wonne, dem immensen krebsfüßler sanft über den panzer zu streichen und ihm freundlich grollende laute des wohlseins zu entlocken? potztausend eins!
beim klabauter, aber ja! und so soll's denn sein! seewärts trunken, landwärts gesunken. den grogzapfen im anschlag. harrjup!!
beim rasselnden rollmops – ich hol uns noch zweimal zwei!
tun sie, tun sie! (...)
buddhesk lächelt der maat – es freut sich, der's tat!
schlusswort (prüfen!): gott sei seiner armen seele gnädig.
pullt jungs, pullt!

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hier also, wir.
füßestampfend, händeklatschend,
vigu und wogo.