Bemerkenswertes.  
 

15. September 2011 — Verlagsportrait und Lesung

Die Edition Krill zu Gast bei der ÖGL (Österreichische Gesellschaft für Literatur) im Palais Wilczek in Wien.
Wir sprachen mit Gastgeber Manfred Müller über den Verlag, gaben Einblick in den im November erscheinenden »Roman eines geborenen Verbrechers« und kredenzten zum Abschluss aus dem druckfrisch vorliegenden zweiten Band von »Immer Freitag«. Dazwischen las Autor Bruno Pellandini aus seiner Erzählung »Krawanker«.

Gastgeber Manfred Müller in actu – den Abend einleitend.

Guggenberger und Gosch in medias res – die Verlagsidee erläuternd.

Bruno Pellandini in situ – unter der Lampe lesend.


 

 
 

31. Mai 2011 — Lesung »Krawanker«

im Robert-Musil-Haus in Klagenfurt.

Autor Bruno Pellandini reist zur Lesung aus »Krawanker« ins tiefe Österreich. Anwesend nebst den Herren Verlegern aus Wien auch Klagenfurts Stadtschreiber und Ingeborg-Bachmann-Preisträger Peter Wawerzinek. Abwesend – da aufgrund einer Vorlassbegutachtung zeitlich indisponiert – der Gastgeber, Musil-Institutsleiter Dr. Klaus Amann.
Besonders kurzweilig und gewitzt, die von Bruno Pellandini als kleine Zugabe angelegte Lesung seiner Kurzgeschichte »Die Reni, ein Falott und ein Hallodri«.


 

 
 

16. Februar 2011 — Immer Freitag, mittwochs.

Für gewöhnlich gerne freitags unterwegs, machten wir uns diesmal an einem Mittwoch auf zu einer Lesung in den Alten Schl8hof Wels. Gemeinsam mit dem Autor Bruno Pellandini folgten wir der Einladung von Norbert Trawöger und Reinhard Winkler, unsere neuesten Bücher »Immer Freitag.« und »Krawanker« im Rahmen von Experiment Literatur vorzustellen.
Anfangs sprach man in der Runde, dann wurde gelesen, in einer kurzen Pause gehustet, dann weiter gelesen, anschließend Suppe gegessen und im Ganzen ein schöner Abend bei Wein und Bier beschlossen.

 
 

Nicht die drei Damen vom Grill, sondern die drei Herren von Krill.

 

Bruno Pellandini, mitnichten während oder nach, sondern vor der Lesung aus »Krawanker« abgelichtet.

Wolfgang Gosch und Virgil Guggenberger, mit je einem Schalk im Nacken.

Karfiol, baugleich wie dieser, war wichtiger Bestandteil der kräftigen Suppe als abschließende Sinnes- und Magenfreude.

Lieben Dank an Reinhard Winkler für die Fotos! Noch einige mehr von diesem Abend finden sich hier.


 

 
 

November 2010 — Präsentationen »Krawanker«

In St. Gallen aß man Schweizer Käse zum Wein, in Wien österreichischen Speck – und unterhielt sich dazu ausnehmend gut. Dem voraus ging beiderorts die Präsentation unseres neuesten Buches »Krawanker« von Bruno Pellandini.
Die folgenden Bilder geben einen Eindruck davon, wer, wann und wo etwas zu dem Buch zu sagen hatte. Das was und wie kann an dieser Stelle freilich nur verkürzt wiedergegeben werden.

Einführung von Wolfgang Gosch und Virgil Guggenberger – 15. November 2010, Kellergewölbe der Buchhandlung zur Rose, St. Gallen (CH)

Kurzvortrag des Buchgestalters Jost Hochuli zu »Texte und Paratexte. Gedanken eines Typografen zum Thema« – 23. November 2010, Atelier Ansari, Wien

Lesung des Autors Bruno Pellandini aus »Krawanker« – 23. November 2010, Atelier Ansari, Wien

Video: Einleitende Worte des Autors…


 

 
 

1. Oktober 2010 — Präsentation »Immer Freitag.«

Wir waren nicht wenig überrascht, als wir erfahren haben, was sich in der Welt so alles zuträgt:
Heuer im September hat eine Buchhandlung damit begonnen, die hierorts wöchentlich erscheinende Kolumne »Immer Freitag« in gedruckter Form zu präsentieren. So geschieht es seither Woche um Woche im Buchgarten in Laufen (Bayern):
 
 
 
 



· · ·  Kaum verwunderlich, dass eine solche Hingabe für das gedruckte Wort nicht spurlos an uns vorübergegangen ist. Kurzerhand beschlossen auch wir, eine Präsentation von »Immer Freitag« in gedruckter Form – standesgemäß in der Gestalt eines Buches – anzustrengen. So geschehen und der Öffentlichkeit vorgestellt am 1. Oktober 2010 im Literaturhaus Wien:
 
Besonders beeindruckt der unkomplizierte Umgang mit Überlängen: Ohne eine Einschränkung aufgrund etwaiger Rahmenbedingungen hinzunehmen, bleibt der Textfluss bestehen und kann über die volle Distanz seine Wirkung entfalten.
 
 
Buch- und Verlagspräsentation im Literaturhaus Wien: Es wurde angesprochen, vorgelesen und aufprojiziert.
 


März bis Juni 2010 — Leseperformance.

Stellvertretend für die wunderschönen Lesungen von Teresa Präauer zu ihren »Taubenbriefen« hier zum Nachhören ein Mittschnitt vom 25. März 2010 in der Kultur:Plattform St. Johann im Pongau:

Epilog mit Vogelflöten

Am Kontrabass: Walter Singer
An den Flöten: die Künstlerin

Weitere Stationen, die auf der Bundesländertour angeflogen und umflattert wurden: Schlachthof Wels im Hotel Hauser am 18. Mai 2010 sowie Bahnhof Andelsbuch am 3. Juni 2010, gemeinsam mit der Harfinistin Katrin Fink.
 


 

 
 

27. November 2009 — Krill sind zwei.

Zwei auf einen Streich: Das zweite Verlagsjahr und die Neuerscheinung
»Taubenbriefe von Stummen an anderer Vögel Küken« – besprochen,
belesen und befeiert im Kaffeehaus Urania in Wien.


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(Ingeniöse Autorität hinter der fototechnischen Apparatur war auch diesmal wieder Christian Berghammer. Lieben Dank dafür!)



 

 

21. Oktober 2009 — Wie aus dem Ei gepellt.

Wolfgang Teresa Virgil

Als diese Aufnahmen entstanden sind, haben sich die drei noch nicht gekannt. Wie fein indes der Umstand, dass sie Jahre später zusammenfinden, um einen gänzlich anderen Schwarm kauziger Vögel auf die Menschheit loszulassen: Die »Taubenbriefe von Stummen an anderer Vögel Küken« sind erschienen!


 

 
 

20. Mai 2009 — Unterwegs!

Unter Bachkiesel blicken, Wurzelstöcke beiseite wälzen, mit trockenem Blattwerk zündeln, Grabungen vornehmen und Vögel beobachten. Oder Berichte besehen, dabei Ideen auf die Spur kommen, Ansichten nachvollziehen, Vorstellungen anzweifeln und Behauptungen prüfen — es gibt mancherlei Möglichkeiten, seiner Wissbegier Nahrung zuzuführen.
Und am besten alle zugleich: Deshalb betreiben wir seit kurzem die Ehrenwerte Krill'sche Buchflottille. Deren zwölf »Reisebücher« laufen Destinationen in aller Welt an und tragen dafür Sorge, dass unsere Gelüste befriedigt werden.
 
 
 



 

 

14. November 2008 — Krill ist eins.

Der erste Geburtstag, freudig begangen im »Aromat« zu Wien.


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(Trotzdem er nicht müßig wurde, kundig Blick und Objektiv auf Gelegenheiten zu richten, gelang es Christian B. auch noch, sich – linker Hand in diesem Bild – fröhlich selbst in Szene zu setzen. Lob und Dank dafür!)


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25. Juni 2008 — Anlässlich.

Was man oben hineintun muss
  • 3 × 3,3 Liter Inzersdorfer Kesselgulasch
  • 3 große Gläser Rote Rüben, eingelegt
  • 3 kg Weißkraut, geschnitten und verschweißt
  • 1 kg Zwiebel, geschnitten und verschweißt
  • ¼ kg Dill, am Strauch
  • ¼ kg Schnittlauch, im Bund
  • allfälliges anderes Gewürz undokumentierter Art und Menge, aus Hausbestand
  • 15 Fladenbrote weiß, mit Koriandereinschlüssen
  • 100 Stück tiefgezogene Kunststoffschälchen mit Greifohren; preisgünstig, nutzorientiert und gefällig für das Auge
  • 100 Stück oberflächenstrukturierte Servietten, weiß
  • 100 Stück kunstvoll gearbeitete Plastiklöffel
  • 10 Stück in Form gepresste Suppenwürfel
  • 15 Liter Hochquellwasser aus dem Schneeberg-/​Rax'schen Wasserschutzgebiet (auch Heimat der heimischen Bachforelle)
  • 1 kg einzeln aus Nudelkörper über Dampf gebogene und luftgetrocknete Buchstaben
ferner
  • 50 Euro Kaution, um den Austragungsort dingfest zu machen
  • 1 Mikrofon
  • etwas Elektrizität
und nicht zuletzt
  • zwei ins Werk gesetzte Scharmützel in Form von Verlag und Buch und endlich den Wunsch, dies zu feiern.

Was unten dabei herauskommt
  • eine erkleckliche Menge geneigter Menschen beiderlei Geschlechts; entzückend die einen, bezaubernd die andren
  • eine an sich selbst gemahnende Nervositätswallung und die dazugehörige Rede
  • ein unkompliziert bemühter Besitzer, reich an wenigen Sinnsprüchen und williger Diener seiner Launen
  • eine herzliche Besitzersfrau, warm im Gespräch und fürsorglich in der Bewirtung
  • 1 Überraschungsband
  • 1 Disc-Jockey, CD-gewaltig in der Essenz aus 100 Jahren Musikgeschichte
  • 328 Fotos, ungeniert mit allerhand Gerät geschossen
  • 21 verkaufte Bücher
  • 17 verkaufte Anstecker unterschiedlicher Machart, allesamt manuell maschinengestützt gefertigt
  • 2 werdende Mütter, dazugehörig bis zu 3 besorgte Väter
  • 7 Fürsorgeberechtigte und 31 mit Recht Fürsorgende
  • 14 Onkels und Tanten
  • 22 Brüder und Schwestern
  • 93 Söhne und Töchter
und alles in allem
  • 4308 gezählte Einheiten Wohlbefinden, 1209 davon frohgemut, die übrigen feierlich euphorisch.
Verlassen der Lokalität: 6:35 Uhr.



 


 
 
 
7. November 2007 — Edition Krill hat das Trockendock verlassen! Wir feiern den Stapellauf mit kräftigem Grog und spinnen erstes Seemannsgarn...

... ein räuspern: auf zu karstigen ufern!
weiland ismael zu ehr und freud, versammelt in destillierter runde.
auch da, und immer noch beim ersten satz, machen wir uns keine große soße, rappeln das munter runter.

and if you say run ... run!
and if you say hide ...
let's dance!

wobei die sorge plagt, dass freund ismael – im gegensatze zu queequeg (nachprüfen!), der einem morgendlichen grog (ebenso nachprüfenswert) nicht abgeneigt – demselbigen vielleicht sogar kritisch gegenüberstand! überleben ist nur den nüchternen möglich, und ein raumgreifendes morgen nur dem trunknen hold.

dies als erster anker.

das mit freund ismael allerdings gilt es noch zu glätten, dem als überlebend geschriebenen noch einen tröstlichen trester hinten nachzugießen – in diesem sinne freund wo: zum allerwohligsten!
zum allerwohligsten, freund virgil! auf dass sich nacht und klabautermann aufraffen und sich in der kombüse einfinden, zwecks gemeinsamer abhandlung anstehender aufgaben, und fröhlich alliterierend alldieweil.
fein schotte!
und schotten dicht! ja –: wer fiert, verliert.
ein aufjuchzen: krill, da prusten sie!
holla, hölle! ein gefälliger einfall (und ungleich fern dem, der da nichtsnutz in der ecke hockt.)
denselbigen forsch an den froschohren heranziehend sage ich so: nichts nutz nur der, der nichts nutz! dieser wiederum (der grünlich hüpfende) erzählt uns einen witz: kommt ein pferd in eine bar. bestellt einen doppelten. dazu der barmann: na, warum so ein langes gesicht?
kenn ich! kenn ich! darauf das pferd: keine ahnung. aber mir deucht, wir waren gestern schon zugegen und wissen nicht um sitten und hausbrauch. (gluckst beschwingt wiehernd in sich hinein.)
nun möge also jemand den nichtsnutz einen solchen heißen! ich aber sage: wer ohne leck, der werfe die erste makrele!
oh hoho! (sie kudern?) kudern. kennst du das wort? er sie es kudert, wir kuderten... und: ruderten!

freilich regt sich der wunsch, dass aus dem krille ein gewaltiges, krosses krustentier werden möge, dem wale an gewicht und aussage paroli bietend. wäre es nicht eine wonne, dem immensen krebsfüßler sanft über den panzer zu streichen und ihm freundlich grollende laute des wohlseins zu entlocken? potztausend eins!
beim klabauter, aber ja! und so soll's denn sein! seewärts trunken, landwärts gesunken. den grogzapfen im anschlag. harrjup!!
beim rasselnden rollmops – ich hol uns noch zweimal zwei!
tun sie, tun sie! (...)
buddhesk lächelt der maat – es freut sich, der's tat!
schlusswort (prüfen!): gott sei seiner armen seele gnädig.
pullt jungs, pullt!

– – –

hier also, wir.
füßestampfend, händeklatschend,
vigu und wogo.