Teresa Präauer

Taubenbriefe von Stummen an anderer Vögel Küken

Der Forscher J.J. Audubon schoss sie zu Hunderten und fixierte sie für seine Zeichenstudien auf Draht, der Bildhauer William Lishman führte sie im Leichtflugzeug von Ontario zu ihren Brutplätzen nach Virginia, und der Komponist Olivier Messiaen durchstreifte ihren Stimmen folgend die Landschaften der Welt: Ungezählt sind die Möglichkeiten, sich dem Wesen der Vögel anzunähern.

Solches hat auch die Autorin Teresa Präauer im Sinn, wenn sie ihren eigenen Federwesen nachstellt, um sie zu belauschen:

Da frägt man, was die Vögel tun,
und hört, was sie berichten.

In straffes Federkleid gemantelt stiert der Brave Höllengreifling, mit weißem Augenlicht in sonst kompaktem Schwarz brütet der Lochschwärzler, und auf sehnigen Beinen wägt der Anfresser seine weiteren Aussichten ab:

Wir haben uns eine Fliege geteilt.

Teresa Präauer versammelt in ihrem Buch bildende Kunst und Literatur: Insgesamt 15 Zeichnungen ingeniöser Vögel stehen 15 poetische Kurztexte gegenüber – dicht und knapp wie ein Haiku bilden diese »Taubenbriefe« die Berichte zu den Beobachtungen der gefiederten Geschöpfe.

Taubenbriefe

Taubenbriefe von Stummen
an anderer Vögel Küken

von Teresa Präauer

1. Auflage 2009.
15 Text- und 15 Bildkarten (gebunden, einzeln entnehmbar) Format 105 × 148 mm, Umschlag partiell lackiert, Banderole
ISBN 978-395025371-9
Preis: EUR 14,–

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Taubenbriefe

Taubenbriefe
Taubenbriefe
Taubenbriefe

  Der Idee der Taubenbriefe folgend lassen sich die Blätter des Buches einzeln entnehmen und als Karten in die ganze Welt versenden.

Die Autorin

Teresa Präauer, geboren 1979 in Linz, wuchs u. a. in St. Johann im Pongau auf, studierte in Salzburg und Berlin, ist Künstlerin und Autorin in Wien. Ausstellungen u. a. in Hamburg (feld für kunst), Düsseldorf (kunstbüro) und Dresden, im Wiener IFK oder in der Galerie 5020 Salzburg. Publikationen in Literaturzeitschriften (z. B. in Literatur und Kritik). Atelierstipendien u. a. in Rom, Paliano und Krumau. Preise: Salzburger Jahresstipendium für Literatur 2008, Wiener Autorenstipendium 2008, Salzburger Tutorium 2009.

Die »Taubenbriefe von Stummen an anderer Vögel Küken« entstanden 2008 während eines Atelieraufenthaltes in Krumau/Césky Krumlov und wurden 2009 im Dialog mit der Edition Krill eingerichtet.

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Teresa Präauer

 

Pressestimmen

Halb Fantasie, halb Ornithologie

Sehr klein und sehr raffiniert ist dieses Ding zugeflogen gekommen, von dem man nicht einmal sagen kann, ob es sich um ein Buch handelt. An der Kante geklebt ist es zwar, doch so, dass es sich jederzeit auflösen lässt in 15 Kartonblätter mit Zeichnungen und ebenso viele lapidare Kürzesttexte. Die Bilder: Vögel mit seltsamen Namen wie Braver Höllengreifling oder Zittriger Stelzer – wer weiß, vielleicht gibt es sie wirklich; doch eher sind sie Geschöpfe von Teresa Präauer, die sie gezeichnet hat, halb ihre Fantasie, halb brave Bleistiftskizzen wie im Ornithologennotizbuch. Notiert hat sie dazu, was zu den Geschöpfen passt oder frei assoziierend um sie kreist: Löcher sind die Häuser der Mäuse. Dort war ein Wurm, der Spuren macht. Und: Die Schwalbe macht den halben Sommer. Warum nicht, wenn eine keinen macht, aber zwei vielleicht einen? Taubenbriefe von Stummen an anderer Vögel Küken heißt das Ding, das lässt einen rätseln, vielleicht auch erröten. Es hat eine blassrosa Bauchbinde und einen Verlag, der sich von Fischfutter herleitet und für den das gute Buch ein Gesamtwerk ist. Die Edition Krill kann ihren Namen als Aneinanderreihung von geraden und verkehrten Buchstaben L schreiben und bleibt dabei lesbar – das allein ist eine kleine typografische Pretiose. Am Ende zitiert die Autorin Ilse Aichinger: Manche Vögel kehren mit Briefen im Schnabel zurück. Die Edition sollte ihr Erzeugnis einschicken an den Wettbewerb um die schönsten Dinger des Jahres.

Michael Freund, Der Standard/Album (14. November 2009)

Da frägt man, was die Vögel tun und hört, was sie berichten. Einem Wiener Kleinverlag ist ein wahrhaftes Schmuckstück geglückt: eine kleine Geschichte mit starken Zeichnungen, und wenn man ein netter Mensch ist, verschickt man nach (mehrmaligem) Genuss die Einzelseiten als Postkarten.

Sonja Franzke, Anna Jellers Vergnügungen (November 2009)

… »Wir beäugen vom Ast aus die Nacht.« Teresa Präauers literarisches Vermögen geriert sich in einer feinen Lyrik, die verdichtet und öffnet zugleich, die an die unbewussten Schichten der Seele rührt, wie es sonst nur Märchen tun. …

Ulrike Guggenberger, DrehPunktKultur (27. November 2009)

… Die »Taubenbriefe«, in der ebenfalls noch sehr jungen Edition Krill erschienen, sind ein außergewöhnlich schön gestaltetes Buch. Kein Kindle kann dessen optische und haptische Qualitäten nur irgendwie wiedergeben. …

Sebastian Fasthuber, Falter (20. Jänner 2010)

 
 

Verschenkbar: Taubenbriefe

Wem die grinsenden Hasen mit den bunten Rieseneiern auch schon auf die Nerven gehen, der mag vielleicht zu Ostern Taubenbriefe verschicken. Immerhin brüten diese Vögel interessant gefärbte Eier. …

Buchkultur, Das internationale Buchmagazin (Februar/März 2010)

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Referenzen

Präsentation der Vorzugsausgaben

Dienstag, 2. März 2010 um 19 Uhr bei Ortner 2 in der Sonnenfelsgasse 8, 1010 Wien:

Teresa Präauer präsentiert 10 Vorzugsausgaben ihres 2009 erschienenen Künstlerbuches »Taubenbriefe von Stummen an anderer Vögel Küken« mit je einer beigelegten Originalzeichnung. Im Rahmen dessen wird der Galerieraum für fünf Tage zur Volière für Zeichnungen, Objekte und Lasercuts der Künstlerin.

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Im Buchhandel

Erhältlich ist das Buch direkt bei Edition Krill, über den Amazon Marketplace und derzeit in folgenden, ausgesuchten Buchhandlungen:

Wien: Anna Jeller, Frick International (Schulerstraße), Lia Wolf, Morawa (Wollzeile), Ortner 2, phil, Salon für Kunstbuch, tiempo nuevo, Buchhandlung Walther König im MQ, wienett
Salzburg: Rupertus Buchhandlung, Museum der Moderne (Museumsshop)
Oberndorf bei Salzburg: Buchgarten

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